Seetelhotels meldet Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme

| Hotellerie Hotellerie

Die Seetelhotels haben einen Ransomware-Angriff auf ihre internen IT-Systeme bekannt gegeben. Nach einer Unternehmensinformation mit Stand vom 14. Oktober 2026 seien Teile der Systeme und Daten verschlüsselt worden. Ob auch Daten abgeflossen seien, werde untersucht. Der Geschäftsbetrieb laufe nach Unternehmensangaben ohne größere Einschränkungen weiter.

Nach dem mitgeteilten Stand vom 14. Oktober habe keine Lösegeldforderung vorgelegen. Sollten die Angreifer Kontakt aufnehmen, werde das Unternehmen den Empfehlungen des Bundeskriminalamts folgen und keinen Kontakt zu ihnen aufnehmen.

Den unerlaubten Zugriff habe die interne IT-Abteilung frühzeitig entdeckt und weitgehend unterbunden, erklärt die Seetel Hotel GmbH & Co. Betriebs-KG. Beim Entdeckungsdatum enthält die Vorlage unterschiedliche Angaben: Die Hauptmitteilung nennt den 10. Oktober 2026, der ergänzende Fragenkatalog den 11. Oktober.

Seetelhotels lässt einen möglichen Abfluss personenbezogener Daten untersuchen

Die Untersuchung laufe in enger Abstimmung mit einem auf IT-Sicherheit spezialisierten Dienstleister und den zuständigen Behörden. Dabei werde geprüft, ob und in welchem Umfang die Angreifer Daten heruntergeladen hätten. Abschließende Angaben zu Ursachen und möglichen Auswirkungen könne das Unternehmen noch nicht machen.

Nach dem mitgeteilten Kenntnisstand lasse sich nicht ausschließen, dass personenbezogene Daten aus dem Hotelbetrieb oder der Personalverwaltung betroffen seien. Als möglicherweise betroffene Daten nennt der Fragenkatalog Kunden- und Buchungsdaten, interne Verwaltungsdaten sowie Unternehmens- und Kontaktdaten von Geschäftspartnern. Auch Dokumente aus der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern könnten betroffen sein.

Sollten personenbezogene Daten von Gästen betroffen sein, werde das Unternehmen diese darüber informieren und die betroffenen Datenkategorien benennen. Es kündigt zudem Informationen zu möglichen Risiken und konkreten Schutzmaßnahmen an.

Das Unternehmen isoliert betroffene Systeme und erstattet Anzeige

Unmittelbar nach der Feststellung des Angriffs habe Seetelhotels betroffene Systeme isoliert und deren Internet- und Netzwerkverbindungen getrennt. Zur Unterstützung sei ein externer Dienstleister hinzugezogen worden, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlen habe.

Das Unternehmen habe außerdem eine nach eigenen Angaben fristgerechte Vorabmeldung bei der zuständigen Datenschutzbehörde des Landes Mecklenburg-Vorpommern abgegeben und Anzeige beim Landeskriminalamt erstattet.

Die betroffenen IT-Systeme würden vollständig neu aufgesetzt und installiert. Der hinzugezogene Dienstleister untersuche außerdem die Daten auf Schadsoftware. In seiner Information mit Stand vom 14. Oktober erklärte das Unternehmen, bis zum Abschluss der Neuinstallation würden voraussichtlich noch einige Tage vergehen. In der Zwischenzeit werde versucht, den Betrieb über Ausweichprozesse sicherzustellen.

Bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen

Betroffen seien nach Unternehmensangaben einige Kommunikationskanäle und Verwaltungsprozesse. Bei der Bearbeitung von Buchungen und Anfragen könne es zu Verzögerungen kommen, weil die benötigten Daten und Systeme nicht durchgehend verfügbar seien. Auch die Beantwortung von E-Mails könne länger dauern.

Vorsorglich warnt Seetelhotels vor gefälschten E-Mails und Nachrichten, deren Absender sich als das Unternehmen oder dessen Mitarbeiter ausgeben könnten. Besondere Aufmerksamkeit sei bei ungewöhnlichen Aufforderungen geboten, etwa zu Überweisungen an geänderte Kontoverbindungen. Verdächtige Anhänge und Links sollten nicht geöffnet werden. Für Fragen zum Vorfall nennt das Unternehmen die Adresse information@seetel.de.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.